100. Sie zeigten Jesus ein Goldstück und sagten zu ihm:

Die Leute des Kaisers verlangen von uns Steuern. Er sagte zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist; gebt Gott, was Gottes ist. Und was mein ist, gebt mir.

101. Jesus sagte:

Wer seinen Vater und seine Mutter nicht hasst, so wie ich es auch tue, kann nicht mein Jünger werden und wer seinen Vater und seine Mutter wie ich liebt, wird nicht mein Jünger werden. Denn meine Mutter liebe ich nicht, sondern meine wahre Mutter, denn sie gab mir das Leben.

102. Jesus sagte:

Verdammt die Pharisäer! Sie gleichen einem Hund, der im Rindertrog liegt: er frisst nicht, noch lässt er die Rinder fressen.

103. Jesus sagte:

Lobet jene, die wissen, wo die Rebellen angreifen werden. Sie können kommen, eindringen und ihren königlichen Bestand mitnehmen, und seid gewappnet, bevor die Rebellen kommen.

104. Sie sagten zu ihm:

Komm, lass uns heute beten und fasten.Jesus sagte: Welche Sünde habe ich denn begangen oder habe ich etwas noch nicht vollendet? Doch wenn der Bräutigam die Brautkammer verlassen haben wird, dann lasst sie fasten und beten.

105. Jesus sagte:

Wer den Vater und die Mutter erkennt, wird Sohn einer Hure genannt werden.

106. Jesus sagte:

Wenn ihr die beiden (Selbste, Anm. d. Übers.) zu einem macht, werdet ihr Kinder Adams werden und wenn ihr sagt: Berg, gehe fort!wird er sich fortbewegen.

107. Jesus sagte:

Das Königreich gleicht einem Hirten, der hundert Schafe besaß. Eines, das das Größte war, verirrte sich. Er ließ die neunundneunzig allein und suchte das eine, bis er es gefunden hatte. Nachdem er so viel Mühe damit hatte, sagte er zu dem Schaf: Ich liebe dich mehr als die neunundneunzig.

108. Jesus sagte:

Wer immer von meinem Mund trinkt, wird werden wie ich; und ich werde zu ihm werden und die verborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren.

109. Jesus sagte:

Das Königreich gleicht einem Menschen, der in seinem Acker einen versteckten Schatz trug, aber von dem er nichts wusste. Nachdem er gestorben war, vererbte er es seinem Sohn. Dieser wusste davon nichts, nahm das Feld und verkaufte es. Und der, der es gekauft hatte, pflügte es und fand den Schatz. Er begann, Geld gegen Zinsen zu verleihen an die, die er wollte.

110. Jesus sagte:

Wer die Welt gefunden hat und Wohlstand erhielt, der soll der Welt abschwören.

111. Jesus sagte:

Die Himmel und die Erde werden sich in eurer Gegenwart aufrollen und derjenige, der von den Lebendigen lebt, wird weder Tod noch Furcht sehen.Sagte nicht Jesus: Wer sich selbst findet, dessen ist die Welt nicht länger wü rdig.(im Sinne von: "Wer sich selbst findet, der hat Besseres verdient als diese Welt.", Anm. d. Übers.)

112. Jesus sagte:

Verdammt das Fleisch, das von der Seele abhängig ist und verdammt die Seele, die vom Fleisch abhängig ist.

113. Seine Jünger sagten zu ihm:

Wann wird das Königreich kommen?Jesus sagte: Es wird nicht kommen, indem man darauf wartet. Man wird nicht sagen: Seht, hier ist es, oder: Seht, dort ist es, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde und die Menschen sehen es nicht.

114. Simon Petrus sagte zu ihnen:

Maria soll aus unserer Mitte fortgehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig.Jesus sagte: Seht, ich werde sie führen, damit sie männlich werde und sie ein lebendiger Geist werden mag, vergleichbar mit euch Männern. Denn jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Himmelreich gelangen.

Seite zurück  |  



Startseite
Apokryphen AT
Die Bibel 4 You
Impressum
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11